Trockener Sommer setzt dem „Klimawald“ zu

Sparkasse Koblenz fördert Naturschutzprojekte im Stadtwald

Trockener Sommer setzt dem „Klimawald“ zu

Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Koblenz Matthias Nester hob gemeinsam mit Oberbürgermeister David Langner und Landesforsten Rheinland-Pfalz das Projekt „Klimawald“ im Stadtwald Koblenz Anfang 2021 aus der Taufe. Nun ist der zweite - extrem heiße und trockene - Sommer vergangen. Wie hat der „Klimawald“ diesen überstanden?

„Dieser trockene Sommer hat den Bäumen massiv zugesetzt. Wir haben es in vielen Bereichen gesehen. Gerade ältere Bäume haben frühzeitig angefangen, Laub zu verfärben, sie haben sozusagen den Herbst vorgezogen. Das ist ein schlechtes Zeichen. Die Bäume leiden. Ihnen fehlt einfach das Wasser und aus der Not heraus werfen sie ihr Laub ab“, erklärt Sebastian Schmitz, Leiter des Forstamtes Koblenz und Zuständiger für das „Klimawald“-Projekt.

Die Bäume sind gestresst und verfolgen eine weitere Strategie: „Sie setzen die Krone zurück. Es ist einfach so wenig Wasser da, dass der Baum das Wasser nicht mehr in die oberen Kronenteile hineinziehen kann. Somit lässt der Baum diese Bereiche absterben. Dafür versucht er dann, wenn wieder mehr Wasser da ist, die unteren Bereiche mit einer zweiten Krone zu kompensieren und neu auszubilden“, so Schmitz weiter.

Die Forstamtsmitarbeiter stehen vor großen Herausforderungen, denn so eine Trockenheit haben sie noch nicht erlebt. Sie beobachten die Entwicklung im Wald und im „Klimawald“ sehr genau. Denn sie wollen erforschen, welche Sorten mit der Trockenheit besser klarkommen, da es insgesamt immer weniger Wasser gibt. Sebastian Schmitz erklärt, dass es vor allem auch auf die Intensität des Regens ankommt: „Wenn nur ein Nieselregen runterkommt, wie wir es leider häufig in diesem Jahr hatten, dann kommen nur drei bis vier Liter runter. Das ist für den Wald zu wenig, denn auf dem Boden kommt überhaupt nichts an. Der Boden bleibt so staubig, wie er vorher war. Wenn es natürlich ordentlich regnet, ein Landregen, bei dem zehn bis 15 Liter am Tag runterkommen, dauerhaft über mehrere Tage, dann gibt das kurzfristig ein bisschen Entspannung, langfristig ist damit noch nichts gewonnen.“ Denn damit langfristig die Wasserreserven im Boden wieder aufgefüllt werden, müsste es mehrere Wochen am Stück deutlich regnen.

Im „Klimawald“ sind verschiedene Baumarten Anfang Februar 2021 gepflanzt worden, z. B. die Weißtanne und Elsbeere. Diese müssen aber erst ein richtiges Wurzelwerk entwickeln. Einige der Setzlinge haben den Sommer nicht überlebt. Aber wann liefert die Pflanze echte Erkenntnisse? „So schätzungsweise nach 30 Jahren. Das ist tatsächlich eine lange Zeit. Aber wir Forstleute sind es gewohnt, eher in solchen Perioden und Horizonten zu schauen“, so der Forstamtsleiter abschließend.

Hintergrund:
Seit 2021 fördert die Sparkasse Koblenz mit insgesamt 100.000 Euro verschiedene Naturschutz-Projekte im Stadtwald Koblenz, verteilt auf fünf Jahre. Die jährlichen Förderbeträge von 20.000 Euro wurden unter anderem dafür verwendet, den „Klimawald“ im Stadtwald zu bepflanzen, einen Schutzzaun rund um den „Klimawald“ aufzustellen und für die dauerhafte Pflege des „Klimawaldes“. Auch förderte die Sparkasse in den vergangenen Jahren das Forstamts-Projekt „Kunst im Wald“ für Schüler.

Ausführliche Informationen zu allen Projekten, Bilder und Video-Berichte gibt es auf sparkasse-koblenz.de/nachhaltigkeit

Im Mai besuchte Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Koblenz, Matthias Nester (Mitte), den
Im Mai besuchte Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Koblenz, Matthias Nester (Mitte), den "Klimawald" im Stadtwald Koblenz.
Sebastian Schmitz, Forstamtsleiter Koblenz.
Sebastian Schmitz, Forstamtsleiter Koblenz.
Die Trockenheit des Sommers macht den Setzlingen zu schaffen.
Die Trockenheit des Sommers macht den Setzlingen zu schaffen.
Einige Setzlinge haben den trockenen und heißen Sommer nicht überlebt.
Einige Setzlinge haben den trockenen und heißen Sommer nicht überlebt.


Veröffentlicht am 30. November 2022

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