Sparkasse Koblenz passt Filialstruktur an

Und investiert 35 Millionen Euro in ihr Filialnetz

Sparkasse Koblenz passt Filialstruktur an

Sechs bisherige Standorte schließen bis 2024

Die Sparkasse passt ihre Filialstruktur bis 2024 an. Das Konzept sieht Neubauten an vier Standorten vor. In diesem Zuge schließen sechs bisherige Geschäftsstellen und werden zu größeren Einheiten zusammengelegt, in der Regel an den neuen Standorten. Fünf kaum genutzte bzw. durch Sprengung gefährdete SB-Stellen werden geschlossen, eine wird neu entstehen, eine wiedereröffnet. Insgesamt investiert die Sparkasse in den nächsten Jahren rund 35 Millionen Euro in die Geschäftsstellen vor Ort und auch in den weiteren Ausbau von digitalen Services. Der Zeitpunkt der Umsetzung richtet sich nach den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten, wie Laufzeit Mietvertrag oder alternativer Nutzungsmöglichkeiten vorhandener Geschäftsräume. Insgesamt ist beginnend ab 2022 ein Zeitraum von drei Jahren veranschlagt. Der Verwaltungsrat hat der künftigen Ausrichtung zugestimmt.

Die Sparkasse prüft regelmäßig Anzahl und Nutzung ihrer Geschäftsstellen, um sie dann – wenn notwendig – an neue Realitäten anzupassen. Vor diesem Hintergrund wurde jetzt anhand bestimmter Kriterien, wie Nutzungsverhalten der Kunden, Lage oder auch Wettbewerbssituation, eine detaillierte Analyse für alle Standorte durchgeführt. Dort wo Neubauten entstehen hat die Sparkasse großen Wert auf eine gute Erreichbarkeit gelegt.

Ein umfangreiches, qualitativ hochwertiges Angebot an Beratungs- und Serviceleistungen, neuste Technik sowie ausreichend Parkplätze kennzeichnen die neuen Standorte.

„Wir lassen keinen Kunden alleine. Das Konstrukt ‚Geschäftsstelle schließt‘ ohne eine Alternativlösung wird es nicht geben. Eine gute Ausstattung der Filialen sowie modernere, zeitgemäße Serviceangebote wie Mobile Banking und Expertenzuschaltung per Video machen es allen Sparkassenkunden möglich, weiterhin das vollständige Beratungs- und Leistungsangebot unserer Sparkasse in Anspruch zu nehmen. Insbesondere für ältere Kunden bieten wir bei Bedarf eine mobile Beratung und Bargeldversorgung an. So wird an nahezu allen bisher mit Mitarbeitern besetzten Standorten ein SB-Angebot verbleiben“, versichert Matthias Nester, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Koblenz.

Die Kundenbedürfnisse verdeutlichen, dass das Geschäftsstellennetz heute neue Funktionen erfüllen muss. Denn Kunden kommen immer seltener in die Geschäftsstellen. Zugleich nutzen sie stärker denn je Online-Angebote: Auf einen Filialbesuch kommen heute etwa 350 Online-Kontakte. Und allein mit der Sparkassen-App hat die Sparkasse Koblenz mehr als zwei Millionen Kundenkontakte im Jahr.

Daher wird die Geschäftsstelle künftig ein Ort intensiver Beratung sein. Dies lässt sich in größeren Einheiten deutlich besser für die Kunden realisieren. Das heißt auch, dass die Mitarbeiter der schließenden Geschäftsstellen an die neuen Standorte wechseln werden. Somit behalten Kunden ihre vertrauten Ansprechpartner.

Mit der Anpassung der Filialstruktur reagiert die Sparkasse zudem auf die anhaltende Nullzinsphase, die negative Auswirkungen auf die Erträge in der gesamten Finanzbranche mit sich bringt. Neben dem veränderten Kundenverhalten ist es ebenfalls wichtig, dass die Sparkasse weiterhin auf einer betriebswirtschaftlich nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Basis arbeiten kann. Nur so kann sie ihrem öffentlichen Auftrag langfristig gerecht werden.

Dazu gehört auch das vielfältige Förderengagement für Kunst, Kultur, Sport, Bildung und Soziales in der Stadt Koblenz und im Landkreis Mayen-Koblenz. Darüber hinaus stellt die Sparkasse auch künftig eine flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen für alle Menschen und Unternehmen sicher.

Mit künftig 23 Geschäftsstellen, 29 SB-Stellen, einem Center für Immobilien- und Versicherungsleistungen, Experten im zentralen Bereich Firmen- und Gewerbekunden sowie Private Banking verfügt die Sparkasse in ihrem Geschäftsgebiet nach wie vor über das dichteste Beratungs- und Servicenetz aller Finanzinstitute.

SB-Stellen weniger genutzt und durch Sprengung gefährdet

Die vermehrte Anzahl von Geldautomatensprengungen in Deutschland, Rheinland-Pfalz und auch in unserer Region bereitet der Sparkasse Sorgen.

Um die bestmögliche Prävention zu gewährleisten, richtet die Sparkasse den Einsatz und das Zusammenwirken ihrer Maßnahmen stets auf die Sicherheits- und Gefährdungslage vor Ort aus. Dies wird eng mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt.

Dabei wird geprüft, ob durch weitere Sicherheitsmaßnahmen das Risiko reduziert werden kann. Eines ist jedoch sicher: Ein Restrisiko wird immer bleiben.

„Daher müssen wir zukünftig noch stärker abwägen zwischen dem Kundennutzen der jederzeitigen Bargeldverfügbarkeit vor Ort und dem Risiko eines Sprengversuchs durch Täter. Generell beobachten wir einen deutlichen Rückgang der Bargeldautomatennutzung, da Kunden zunehmend bargeldlos bezahlen. Dies alles führt dann zu einer Reduzierung der Automatenanzahl“, betont Matthias Nester.

Veränderungen an den Standorten

Die Geschäftsstelle Dieblich schließt zum 1. Januar 2023 und wird mit der neuen Filiale „Terrassenmosel“ in Kobern-Gondorf zusammengelegt. Hier wird aktuell gebaut. Ein SB-Angebot verbleibt in Dieblich.

Die bisherigen Geschäftsstellen Bendorf und Bendorf-Sayn werden Anfang 2024 im noch zu errichtenden Neubau in der Hauptstraße 171-175 in Bendorf zusammengeführt.

Ebenfalls entsteht im Brenderweg 123 eine neue Sparkassen-Geschäftsstelle. Dort werden ab Mitte 2023 die Standorte Lützel und Neuendorf integriert.

Ende 2022 soll die neue Sparkasse „An der Festung“ zwischen Arenberg und Urbar (Niederberger Höhe 72) fertiggestellt sein. Dort werden Kunden der bisherigen Geschäftsstelle Arenberg betreut. Am alten Standort wird ein SB-Angebot bleiben.

Die Geschäftsstelle Rauental wird zum 31. Dezember 2021 schließen. Die Kunden werden künftig in der Filiale Schloßstraße betreut. Ein SB-Angebot bleibt im Rauental bestehen.

Was passiert mit den SB-Stellen?

Die SB-Stellen Urbar (1. Januar 2023), Arzheim (31. Dezember 2021), Burgen 1. November 2021), Oberfell (1. Juli 2022) und Wolken (1. August 2021) werden zu den in Klammern angegebenen Zeitpunkten geschlossen. In Kettig bleibt die Kooperation mit der örtlichen Volksbank bestehen.

Im Koblenzer Gewerbegebiet Nord wird in der Ernst-Abbe-Straße 2 (bei Motorrad Böning) im dritten Quartal dieses Jahres eine neue SB-Stelle entstehen. In diesem Zeitfenster wird auch am Hauptbahnhof in Koblenz die SB-Stelle wiedereröffnet.

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Veröffentlicht am 28. Juni 2021

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