Sparkasse Koblenz Magazin
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Ohne Abfall geht’s auch: Meine Tipps zur Müllvermeidung

Unsere Auszubildende Emilia hat 15 Umwelttipps - umsetzbar im Privaten oder im Berufsalltag. Nachahmen ausdrücklich erwünscht ...

Die Meere ertrinken in Plastikmüll, Mikroplastik ist längst in unserer Nahrungskette. Fragst Du Dich auch, wie Du Müll vermeiden kannst? Hier sind ein paar Anregungen für Dich.

1. Kaffee-to-go im eigenen Becher
Laut der deutschen Umwelthilfe verbrauchen wir pro Stunde etwa 320.000 To-go-Becher. Die Behältnisse sind nicht nur in der Herstellung sehr ressourcenintensiv, sondern aufgrund der einmaligen Verwendung eine Katastrophe, was die Müllverursachung angeht. Dabei gibt es zahlreiche Alternativen – der Klassiker ist natürlich die Thermoskanne oder der Becher von zu Hause, in den dir auch viele Händler deinen Kaffee einfüllen. Auch auf der Arbeit nutzte ich einen Kaffee-to-go-Becher.

Emilia Schultheis_CoffeeToGo

2. Mehrweg statt Einweg
Mehrwegflaschen können bis zu 60-mal wiederbefüllt werden. Achte also beim nächsten Einkauf darauf, deine Getränke in Mehrwegflaschen – am besten aus Glas – zu kaufen.

3. Weniger ist mehr
Abgepackte und verschweißte Waren verursachen oft unnötigen Abfall. Wenn Verpackungen nicht ganz vermieden werden können, greife ich oft zu denjenigen, die sich am besten verwerten lassen, wie Glas oder Pappe. In Großstädten gibt es sogar einige Unverpackt-Läden mit einem großen Sortiment. Auch in Koblenz soll einer dieser Läden bald eröffnet werden.

4. Milch und Joghurt im Glas
Die meisten Menschen kaufen Milch im Tetrapack und Joghurt in Plastikbechern. Die müllfreie Alternative sind Gläser und Glasflaschen. Milch in Flaschen kann man in einigen Regionen kaufen, teilweise werden sie in Biomärkten angeboten. Ist dir der Joghurt im Glas zu schwer, um ihn mit auf die Arbeit zu nehmen? Dann füll ihn in eine kleine Schüssel um. Wenn ich in den Kühlschrank unserer GS blicke, sehe ich, dass dies auch viele Kollegen so machen.

5. Digitaler Alltag
Werde Papiersparer und vermeide somit Müll. Ich nutze zum Beispiel mein Handy oder auch mein Tablet, um mir Notizen zu machen.

6. Gib der Tüte ‘nen Korb
Ein Europäer verbraucht durchschnittlich 500 Plastiktüten im Jahr. Dabei gibt es unzählige Alternativen. Ob Jutebeutel, Korb, Stoffasche oder Rucksack, verzichte beim nächsten Einkauf auf die Plastiktüte an der Kasse. Natürlich habe ich immer einen Sparkassen-Beutel dabei. 😉

7. Reparieren statt neu kaufen
Das Handy ist defekt, der Bluetoothlautsprecher läuft nicht mehr, die Spielekonsole hat ihren Geist aufgegeben. Wenn Elektrogeräte nicht mehr funktionieren, entsorgen wir sie heutzutage häufig, anstatt sie reparieren zu lassen – die Kosten erscheinen meistens zu hoch, als das sich der Aufwand lohnen würde. Dies führt jedoch dazu, dass jährlich enorme Mengen an Elektroschrott anfallen. Wer selbst kein handwerkliches Geschick hat oder hohe Reparaturkosten nicht zahlen kann, findet in vielen Orten Hilfe in Repair-Cafés, in denen Ehrenamtliche arbeiten, sodass Du nur die Materialkosten zahlen musst. Hier in Koblenz findest Du auch ein solches Café – in der Hohenfelder Str. 16, 56068 Koblenz.

8. Teilen und ausleihen
Manche Dinge brauchen wir sehr selten. Unsere Bohrmaschine, die Schubkarre, vielleicht nutzen wir auch die Nähmaschine bloß einmal im Jahr. Trotzdem besitzen wir das alles und entsorgen es irgendwann. – Warum? Günstiger und umweltschonender ist es sich solche Geräte auszuleihen oder mit Nachbarn zu teilen. In der Finanzchecker-App der Sparkasse kannst Du unter der Funktion ‘Verliehen/Geliehen’ auch eintragen, an wen Du Sachen ausgeliehen hast oder von wem Du etwas geliehen hast.

9. Weniger im Internet bestellen
Der Internethandel boomt. Die Folgen sind immer mehr Verpackungsmüll. Kaufe immer, wenn es möglich ist, regional ein. Damit sparst Du nicht nur Verpackungsmüll, sondern auch Transportwege und Du unterstützt den lokalen Einzelhandel. Ja, ich schaue mir viele Produkte im Internet an. Wenn möglich kaufe ich sie dann aber vor Ort, zum Beispiel das gewünschte Buch im Buchladen.

10. Konsum hinterfragen
Die beste Müllvermeidung ist der komplette Verzicht. Oder auch der Kauf von etwas Gebrauchtem. Überlege vor Deinem nächsten Shoppingtrip, was Du wirklich brauchst und kaufe qualitativ hochwertige Dinge, am besten fair gehandelt. Lass das T-Shirt, das Du nicht wirklich brauchst, im Laden hängen. Dadurch sparst Du 2000 Liter Wasser für die Baumwollproduktion. Zugegeben, das klappt nicht immer, aber ich versuche, darauf zu achten. Manchmal ist es auch eine Kostensachen …

11. Zeig Mut zur Hässlichkeit
Warum greifen wir beim Einkaufen immer zum makellosen Gemüse? Ist eine dreibeinige Karotte oder eine krumme Gurke nicht genauso lecker? Etwa ein Drittel der Lebensmittel wird bereits aussortiert, bevor sie je einen Laden von innen gesehen haben – eine riesige Ressourcenverschwendung. Zeige Mut zur Hässlichkeit und kaufe wenn möglich gezielt Gemüse, das die “A-Note” etwas verpasst hat. Setzte so ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung. Dieses Gemüse findest Du zum Beispiel ich auf dem Wochenmarkt.

12. Aus alt mach neu
Ob Klamotten, Möbel, Altglas, Küchenutensilien oder alte Bücher. Fast alles lässt sich up-cyceln. Aus den Teetassen wird ein Wohnzimmergarten, aus dem alten Buch ein Regal und aus einem Pulli Handschuhe. Such nach Inspiration und gib Materialien ein zweites Leben.

13. Müll trennen rockt
In der GS trennen wir den Müll streng nach Papier, Verpackungen, Glas und Restmüll. Je ordentlicher der Müll sortiert ist, desto besser können die Stoffe recycelt werden und es landet weniger in der Verbrennungsanlage.

14. „Bitte auf die Hand“
Schnell mal ein Einback für zwischendurch beim Shopping oder auch in der Mittagspause – lecker. Aber braucht man dafür eine Tüte? Nein, es geht auch ohne, wenn man den Verkäufer darum bittet. Machen sie gerne und schon hat man wieder weniger Abfall produziert.

15. Selbst aktiv werden
Handle’ umweltbewusst, frag’ beim Hersteller oder im Laden nach – ‘Warum ist das nicht anders verpackt?’ Außerdem kann man sein Umfeld informieren und andere dazu anregen plastikreduzierter zu leben.

Emilia Schultheis

Auszubildende Sparkasse Koblenz

Versuchst Du auch, den Alltag mit weniger Müll zu meistern?

Hast Du weitere Tipps, wie man Müll vermeiden kann? Dann schicke mir diese doch einfach über die Kommentarfunktion.


Veröffentlicht am 11. Februar 2019

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Registro am 17.01.2024 um 11:30 Uhr

I don’t think the title of your article matches the content lol. Just kidding, mainly because I had some doubts after reading the article. https://www.binance.com/es/join?ref=FIHEGIZ8

M. Hinske am 27.03.2019 um 12:05 Uhr

Guter Beitrag mit sinnvollen Tipps zu einem aktuellen Thema!