Die Stadtfotografin 2018

Isabell Hoffmann prägt einen frischen und politischen Blick auf die Stadt an Rhein und Mosel.

Wie alles begann

Auf Anregung des Leiters der Volkshochschule Koblenz Dietrich W. Röllinghoff wurde das Projekt „Koblenzer Stadtfotograf“ im Februar 2002 durch den Oberbürgermeister der Stadt Koblenz Dr. Eberhard Schulte-Wissermann ins Leben gerufen. Gleichzeitig überträgt dieser das Projekt der Volkshochschule. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben gründet Dietrich W. Röllinghoff  am 25. Juni 2006 den Verein „Koblenzer Stadtfotograf e.V.“ und übernimmt dessen Vorsitz. Sein Stellvertreter wird Ludwig Langner. Nach dem Tod von Dietrich W. Röllinghoff im Mai 2013 übernimmt dessen Tochter Clara Röllinghoff im November 2013 den Vorsitz des Vereins.

Clara Röllinghoff (rechts) mit der aktuellen Stadtfotografin Isabell Hoffmann (links)
Clara Röllinghoff (rechts) mit der aktuellen Stadtfotografin Isabell Hoffmann (links)

Die Idee

Ähnlich dem „Stadtschreiber“, der sich in einigen Städten der Republik etwa seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts etabliert hat, kann ein „Stadtfotograf“ mit seiner sensiblen Wahrnehmung ein authentisches und öffentlichkeitswirksames Bild einer Stadt festhalten. Der kreative fotografische Blick von außen schärft den Einwohnern den Blick für die Stärken und Schwächen ihrer Stadt, die sie im täglichen Alltag nicht mehr so wahrnehmen und eröffnet ihnen die Möglichkeit, das Bild von ihrer Heimatstadt zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidieren“

Isabell Hoffmann in der Koblenz unterwegs

Die aktuelle Stadtfotografin

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, das ist für Isabell Hoffmann eine Wahrheit, der sie sehr genau nachspürt.

Als Koblenzer Stadtfotografin recherchiert sie zuerst im Archiv welche Spuren heute noch von der Nazidiktatur in Koblenz zu finden sind.

Mit ihrer Kamera will sie Geschichte neu fokussieren.

Isabell Hoffmann im Stadtarchiv

Ihre Spurensuche

Mit den Plänen im Kopf macht sie sich auf den Weg. Der frische authentische Blick von außen ist die Idee des Projektes „Koblenzer Stadtfotograf“, mit Isabell Hoffmann wird dieser auch sehr politisch. Das Vergessen hat sich an vielen Orten über die Stadt gelegt. Die Filiale der Bundesbank in der Neustadt war auch unter den Nazis eine Bank. Die Hakenkreuze sind noch da. Mit ihrer analogen Technik plant sie jedes Bild genau. Künstlerisch, nicht dokumentarisch. Sie will berühren, nicht belehren.

Auch am Mahnmal für die Opfer des Holocaust hat Isabell Hoffmann viele Bilder gemacht, die unsere Geschichte wachhalten.

analoge Technik
Isabell Hoffmann vor der SGD Nord

Mit neuem Blick – Ausstellung im März 2018

Dietrich Röllinghoffs Begeisterung für das Projekt hat auch die Sparkasse Koblenz angesteckt. Von Beginn an unterstützt sie es ideell und auch finanziell. Zudem stellt sie die Räumlichkeiten für die Fotoausstellung zur Verfügung.

Zur Vernissage der „Koblenzer Stadtfotografin 2018“ am 7. März 2018 in der Sparkasse Koblenz in der Bahnhofstrasse 11 sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Ausstellung selbst kann bis zum 04. April 2018 zu den Öffnungszeiten der Sparkasse besucht werden.


Veröffentlicht am 27. November 2017

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