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Förderung energetischer Sanierungen

Klimaschutz und hohe Energiepreise sind in aller Munde. Viele Immobilieneigentümer überlegen daher, ob es sich lohnen würde, ihr Eigenheim energetisch zu sanieren.

Wer sein Eigenheim energetisch sanieren möchte, der kann mit Blick auf die hohen Energiepreise perspektivisch betrachtet viel Geld sparen. Allerdings ist eben jene energetische Sanierung sehr kostspielig. Jedoch gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, von Förderungen zu profitieren.

Ob umfassende Komplettsanierung oder Einzelmaßnahmen wie eine Wärmedämmung oder neue Fenster: in jedem Fall ist es ratsam, mit Plan vorzugehen, um Fehler bei den Bauarbeiten zu vermeiden und die optimale Finanzierung zu finden. In puncto Finanzierung gibt es zum Beispiel Unterstützung bei den Experten der Sparkasse. Ein Energieberater hilft bei der Entscheidung, welche energetischen Sanierungsmaßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind, und dabei, die passende Förderung zu finden und gegebenenfalls zu beantragen. Eine erste kostengünstige Beratung bieten auch die Verbraucherzentralen.

Eigenheim energetisch sanieren: Die richtige Förderung finden

Die KfW vergibt Förderkredite für Komplettsanierungen zu sogenannten Effizienzhäusern. Je kleiner die Kennzahl eines Effizienzhaus ist, desto geringer ist sein Energieverbrauch und desto höher fällt die Förderung aus. Die KfW unterscheidet zwischen Effizienzhaus 40, 55, 77 und 85. Basis bildet ein Referenzgebäude, das den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entspricht. So benötigt das Effizienzhaus 55 im Vergleich zum Referenzgebäude zum Beispiel 55 Prozent der Primärenergie. Wer einen KfW-Kredit in Anspruch nehmen möchte, ist verpflichtet, einen Energiesachverständigen aus der Liste der Energieeffizienzexperten des Bundes hinzuzuziehen. Die KfW übernimmt über einen extra Zuschuss die Hälfte der Kosten für den Sachverständigen. Anträge auf einen KfW-Kredit müssen über die Hausbank, also zum Beispiel die Sparkasse, gestellt werden.

Zuschüsse für Einzelmaßnahmen dagegen werden beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragt. Je nach Maßnahme gibt es einen Bonus in Höhe von bis zu 35 Prozent der Investitionskosten. Auch wenn eine Energieberatung für einen Bafa-Zuschuss nicht immer erforderlich ist, kann sie ratsam sein, um die technischen Mindestvoraussetzungen am Ende auch wirklich zu erfüllen. Sofern die beratende Person in der Energieeffizienz-Expertenliste der Deutsche Energie-Agentur (dena) in der Kategorie Energieberatung für Wohngebäude gelistet ist, kann das Honorar über einen entsprechenden Antrag beim Bafa gefördert werden. 80% des förderfähigen Beratungshonorars (maximal 1.300 Euro) bei Ein- oder Zweifamilienhäusern, bzw. 80% des förderfähigen Honorars (maximal 1.700 Euro) bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten stehen hierbei zur Verfügung.

Für Fördermittel der KfW und des Bafa gilt: Erst muss der Antrag auf Förderung gestellt werden, dann darf man Handwerker oder Bauunternehmen beauftragen. Als Problem können sich besonders bei Bafa-Zuschüssen aktuell lange Bearbeitungszeiten erweisen. Der Bundesverband der Gebäudeenergieberater bietet einen Fördermonitor, dem Antragstellende entnehmen können, mit welchen Wartezeiten sie rechnen müssen.

Eigenheim energetisch sanieren: Steuerliche Förderung

Wer den bürokratischen Aufwand der Beantragung von Fördermitteln und das Warten auf Genehmigung scheut, kann alternativ nach Abschluss der Baumaßnahmen eine Steuerermäßigung für fast alle Maßnahmen, die den Energieverbrauch des selbst genutzten Hauses reduzieren, beantragen. In manchen Fällen bringt der Steuernachlass sogar den größeren finanziellen Vorteil. Nachteil: Die Baukosten müssen erst einmal komplett aus eigener Tasche vorfinanziert werden.

Das Finanzamt übernimmt auf drei Jahre verteilt 20 Prozent der Kosten, insgesamt allerdings höchstens 40.000 Euro. Voraussetzung ist, dass die eigene Immobilie mindestens zehn Jahre alt und die Steuerschuld des Sanierers ausreichend hoch für den Steuerabzug ist. Eine Energieberatung ist im Gegensatz zu vielen anderen Fördervarianten nicht zwingend vorgeschrieben, wird aber steuerlich auch mit 50 Prozent gefördert. Voraussetzung für die steuerliche Förderung ist, dass ein Fachunternehmen die Arbeiten durchführt und bescheinigt, dass sie den technischen Anforderungen entsprechen.

Finanzierung planen

Ob und welche Fördermittel oder Steuervorteile sich eher rechnen, will genau geprüft und vorab entschieden sein. Eine Doppelförderung ist in der Regel ausgeschlossen. In jedem Fall sollte die Finanzierung insgesamt stehen, bevor mit der Sanierung begonnen wird. Eignen können sich auch ein Kredit der Sparkasse Koblenz oder ein LBS-Bauspardarlehen. Unsere Finanzierungsexperten der Sparkasse Koblenz helfen Ihnen bei allen Fragen hierzu sehr gerne im persönlichen Gespräch weiter. Vereinbaren Sie am besten unter dem folgenden Link ganz bequem über das Internet einen Termin: Terminvereinbarung mit der Sparkasse Koblenz


Veröffentlicht am 15. Januar 2024

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