Katers Börsenblick vom 14. Juni 2019

Seitwärtsmodus

Seitwärtsmodus

Frankfurt, 14. Juni 2019

Es war eine weitere Woche im Seitwärtsmodus an den Aktienbörsen. Kleine Gewinne zu Beginn der verkürzten Handelswoche gingen später wieder verloren. Bemerkenswert: Die Finanzmärkte reagieren zurzeit wenig auf Konjunktursignale. Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass das zweite Quartal ein Totalausfall wird – zumindest was die Konjunktur in Deutschland angeht. Wahrscheinlich hat hier das gute erste Quartal einiges vorweggenommen. Doch die Aussicht auf noch niedrigere Zinsen kompensiert in den Augen der Börsianer das konjunkturelle Zwischentief. Ebenso haben die Marktteilnehmer akzeptiert, dass eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China noch in weiter Ferne liegt und dass ein harter Brexit wahrscheinlicher wird. Keine guten Aussichten, aber die Börsianer sind mittlerweile daran gewöhnt.

Im Fokus: Notenbanken und Konjunkturdaten

In der nächsten Woche schauen die Börsianer auf die Sitzung des Notenbankrates der US-Zentralbank Fed sowie die neuesten konjunkturellen Stimmungsdaten für Deutschland und den Euroraum. Die US-Notenbank hat in diesem Jahr bereits signalisiert, dass ihr die Entwicklung der Aktienmärkte nicht gleichgültig ist. Bleibt sie diesem Kurs treu, dürfte das den Märkten Unterstützung geben. Die Konjunkturdaten aus Europa geben erste Auskünfte darüber, wie es in der zweiten Jahreshälfte weitergeht. Nach dem enttäuschenden ersten Halbjahr wäre eine kleine Stimmungsaufhellung sehr erwünscht. Leider stehen die Vorzeichen dafür nicht besonders gut.

Dr. Ulrich Kater

Chefvolkswirt Deka Bank


Veröffentlicht am 15. Juni 2019

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